Schüleraustausch Weingarten/Ravensburg – Naharija

Erstellt von Steigerwald |

REMEMBER lautet das Motto des Schüleraustausches 2019/20, dessen erster Teil im Oktober stattfand. In einem Seminar hatten sich die Weingärtner und Ravensburger ein halbes Jahr lang auf die Ankunft ihrer Gäste vorbereitet und dieses Leitmotiv ausgearbeitet.

25 Schülerinnen und Schüler aus Israel kamen wohl ebenso aufgeregt am Züricher Flughafen an wie ihre oberschwäbischen PartnerInnen sie dort erwarteten. Nachdem sie sich nun endlich in Realität sahen, sprudelten die Gespräche auf der Rückfahrt im Bus nur so. Zwar hatten sie schon Kontakt gesucht auf digitalem Weg, aber sich wirklich zu begegnen war aufregend!

Während der zwei Wochen standen für die Israelis viele kulturelle Exkursionen auf dem Programm: Rheinfall und Schaffhausen, der Bodensee und ein zweitägiger Trip nach München.

In den Austauschteams gestalteten die Schüler zusammen unter der Anleitung von Fr. Dippon Kunstwerke aus vorher gesammeltem Müll (Manches Plastikteil war sogar aus Israel eingeflogen worden.) unter dem Motto „Nachhaltigkeit und Verantwortung“. Gemeinsam fuhren alle nach Ulm, wo erst ein Synagogenbesuch und eine Stadtführung anstanden. Danach durften die Delegationen als Gäste den Sabbatgottesdienst besuchen und wurden vom Rabbi sogar zum Abendessen in die Sukka eingeladen. Eine wahre Ehre und ein fröhlich besungener Abschluss des Tages.

Zum Empfang ins Ravensburger Rathaus mit den Schulleitungen kamen auch die Gründer unseres Austausches, das Ehepaar Wolf. Sie verfolgen die von ihnen geknüpfte Verbindung noch immer mit großem Interesse und Wohlwollen. Mit OB Rapp und Herrn Beck, der sowohl als Vertreter Weingartens, als auch in Funktion eines Gastvaters anwesend war, kamen die Jugendlichen anschließend ins Gespräch und die Schüler hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Der wohl schwerste, aber gleichzeitig wichtigste Tag war die Fahrt nach Dachau ins  Konzentrationslager. Der Blick in die Vergangenheit während der Führung und unsere anschließende Meditation als Vertreter unserer Völker ließ die Gruppe weiter zusammenwachsen.

Der Farewellabend endete mit fröhlichem Tanz und Gesang, keine(r) aus der Schülerschaft wollte so richtig nach Hause. Und als es dann am nächsten Tag wirklich Abschied nehmen hieß, wurde geknuddelt und gedrückt, es kullerte sogar die ein oder andere Träne. Alle freuen sich nun auf unseren Rückbesuch im Mai

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