Gymnasium Weingarten beim Amnesty-Briefmarathon aktiv

Erstellt von Dollnik |

Jedes Jahr findet der von Amnesty International organisierte Briefmarathon statt. Ziel ist es, junge Menschen für Menschenrechte zu sensibilisieren und die Staatschefs durch eine Vielzahl an Briefen aufzurütteln – aber auch den Verfolgten Mut zuzusprechen.

 

Beim Briefmarathon 2019 hat sich das Gymnasium Weingarten beteiligt. Teilgenommen haben die Gemeinschaftskundeklassen 10c und 9a von Herrn Felix Graf. Die Schülerinnen und Schüler haben sich für Menschen stark gemacht, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Während des Briefmarathons im Dezember 2019 wurden insgesamt 73 Briefe an Regierungsrepräsentanten in Mexiko, Weißrussland, Iran, Südsudan und Philippinen geschrieben.

Ganz besonders erfreulich sind die Solidaritätsbriefe der 10c, die im Rahmen einer bilingualen Einheit in Gemeinschaftskunde auf Englisch verfasst wurden und direkt an die Betroffenen und sogar Inhaftierten gesendet wurden. Einige berührende Briefe gingen zum Beispiel an Yasaman in den Iran, die gegen das Kopftuchverbot kämpft und zu 16 Jahre Gefängnis verurteilt wurde. Andere Schülerinnen und Schüler schrieben an Emil aus Weißrussland, welcher wegen vermeintlichen Drogenschmuggels zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde und somit seine Schulausbildung nicht mehr abschließen kann. 

Mit Hilfe der Protestbriefe hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, handlungsorientiert für Menschenrechte einzustehen. In einer Gesellschaft, wo man in Deutschland das Privileg der Menschenrechte genießt, sollte man dies als hoch geschätztes Gut ansehen und gleichzeitig dafür einstehen, dass andere Menschen die gleichen Rechte erlangen. Genau dies haben die Schülerinnen und Schüler gemacht. Jeder Brief ist freiwillig verfasst und abgeschickt worden. Es bestand keinerlei Zwang innerhalb der Einheit.

Für dieses ungewöhnliche Projekt und das große Engagement hat das Gymnasium Weingarten nun eine Urkunde bekommen.

 

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