I. Was heißt Wertschätzung?

Gegenseitige Wertschätzung fördert ein gutes Miteinander von Lehrern, Schülern und Eltern. Das Leitbild unserer Schule formuliert dies. Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft ist auf die Wertschätzung anderer angewiesen. Wertschätzung stärkt die Persönlichkeit und das Wohlbefinden in unserer Schule und trägt zur Bildung eines Gemeinschaftsgefühls bei.

Für unser Schulleben ist die Fähigkeit, den anderen in all seinen Stärken und Schwächen wahrzunehmen, eine Grundvoraussetzung. Sie ermöglicht es, uns gegenseitig wertzuschätzen. Der Blick auf die Stärken hilft uns, den nötigen Respekt auch in Konflikten und bei Misserfolgen aufzubringen und bewahrt uns vor Geringschätzung, Beleidigung oder gar Gewalt.

Jedes Mitglied unserer Schule bringt seine eigene Geschichte mit unterschiedlichen Erfahrungen mit, die sein Denken und Verhalten prägen. Im Schulalltag wird häufig nur ein Ausschnitt unserer Persönlichkeit sichtbar. Unser Interesse aneinander, auch über den Unterricht hinaus, ermöglicht uns eine Vielfalt an Erfahrungen und schafft Nähe und Verständnis. Begegnungen über den Unterricht hinaus sind deshalb wichtig.

II. Im Umgang miteinander heißt das:

Wir kennen unsere Namen und grüßen einander!

Wir nehmen Rücksicht und helfen einander!
Gegenseitige Wertschätzung zeigt sich auch in einem höflichen Umgangston.

Wir loben uns gegenseitig!

Wir ermutigen!

Wir als Lehrer und Eltern ermutigen, indem wir auf Stärken aufmerksam machen.

Bei Leistungsschwächen lassen wir niemand mit seiner Enttäuschung allein, sondern helfen Lösungswege zu finden.

Wir sind nicht unsere Noten!

Wir Lehrer und Eltern machen deutlich, dass Noten keine Wertung der Persönlichkeit eines
Schülers darstellen, sondern nur die Bewertung seiner momentanen schulischen Leistung.
Wir Schüler verwechseln schlechte Noten nicht mit Abneigung des Lehrers und geben nicht mit guten Noten an. 

Wir äußern Kritik konkret, konstruktiv und fair!

Wir nehmen Kritik an! Wir können Fehler zugeben!
Erfahren wir Wertschätzung, fällt es uns leichter Kritik anzunehmen, eigene Fehler zuzugeben und uns zu entschuldigen. Damit zeigen wir Stärke.
Es gelingt uns leichter offen und ehrlich zu sein, wenn wir keine Angst vor verletzender Kritik haben müssen.

Wir behalten unseren Humor!

Humor schützt uns oft vor überzogenen Reaktionen.

Wir helfen uns!

Wir Lehrer haben ein offenes Ohr für Schüler und Eltern, registrieren "Hilferufe" und nehmen sie ernst.
Auch wir Schüler nehmen wahr, wenn jemand Hilfe benötigt. Wir helfen uns gegenseitig, Lösungen für Probleme zu finden. Wir wissen, dass der/die Schulsozialarbeiter/in uns dabei unterstützen kann.

Wir bilden eine Klassengemeinschaft und setzen uns gegen Mobbing ein!

Wir erkennen, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Niemand wird wegen spezieller Verhaltensweisen ausgelacht, gehänselt oder ausgegrenzt. Das fördert eine gute Klassengemeinschaft.

Mobbing dulden wir unter keinen Umständen. Wenn es dennoch dazu kommt, treten wir dem Fehlverhalten der "Mobber" entgegen. Falls nötig benachrichtigen wir als Schüler einen Lehrer oder den Schulsozialarbeiter. Dies erfordert Mut, hilft aber allen Beteiligten.
Lehrer nehmen Mobbing ernst, schützen Schüler und helfen bei der Lösung von Konflikten.

Eltern nehmen Anzeichen von Mobbing ernst und suchen den Kontakt zur Schule.

Wir tragen Konflikte mit Worten aus, nie mit Gewalt!
Konflikte sind häufig mit heftigen Gefühlen verbunden. Dennoch reagieren wir nicht mit Gewalt, sondern vermeiden körperliche Auseinandersetzungen, notfalls auch dadurch, dass wir weggehen. Dies ist kein Zeichen von Unterlegenheit, sondern von Stärke.

 

III. Im Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern heißt das:

Im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen arbeiten wir Lehrer und Eltern eng zusammen. Wir nehmen uns gegenseitig ernst und respektieren uns als Personen, die verantwortungsvoll in der Erziehung und Bildung der Schüler zusammenarbeiten.
Bei dieser Aufgabe unterstützen wir uns gegenseitig durch Lob, Rat und Kritik.
Wenn Probleme auftreten, vermeiden wir Schuldzuweisungen und suchen stattdessen zielge-richtet nach Lösungen. 

 

IV. In unserer Schulgemeinschaft heißt das:

Wertschätzender Umgang in der Schulgemeinschaft zeigt sich im gegenseitigen Interesse von Lehrern, Schülern und Eltern. Aktivitäten, die alle zusammenbringen, wie Feste, Theater- oder Sportveranstaltungen, fördern unser Zusammengehörigkeitsgefühl.