Schüleraustausch Argentinien

 

Vorstellung des Projekts

 

Seit dem Schuljahr 2014/15 findet an unserem Gymnasium ein achtwöchiger Schüleraustausch mit Buenos Aires, Argentinien statt. Dieser Austausch ist eine echte Chance für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse. Zunächst kommen die argentinischen Austauschschüler Ende November nach Deutschland und leben für acht Wochen bei ihren Austauschfamilien, nehmen am Schulalltag teil, machen verschiedene Ausflüge, zum Beispiel nach Berlin und lernen das schöne Oberschwaben kennen. Im Sommer des folgenden Jahres ist es dann für unsere Schüler soweit. Die Koffer werden gepackt für acht Wochen Südamerika. Das bedeutet eine lange Flugreise inklusive vier Stunden Zeitverschiebung und einen Jahreszeitenwechsel, denn wenn es bei uns sommerlich warm ist, ist es in Buenos Aires gerade Winter, also zwischen 10 und 20 Grad. Auch unsere Schüler dürfen das ganz normale Leben in argentinischen Familien und das Schulleben kennenlernen. Eine einwöchige Reise zu den gigantischen Wasserfällen in Iguazú ist für die meisten der Höhepunkt der Reise, ein unvergessliches Erlebnis. Nach dem Austausch stellen die Schüler fest, dass sich ihre Sprachkenntnisse erheblich verbessert haben, sie sprechen jetzt sogar den argentinischen Slang. Außerdem macht sie ein solches Abenteuer selbstständiger, selbstbewusster, offener und eröffnet die Möglichkeit wirklich wertvolle Freundschaften zu knüpfen. Wir freuen uns sehr unseren Schülern diese einzigartige Möglichkeit bieten zu können und hoffen, dieses Austauschprojekt auch in Zukunft weiter ausbauen zu können.

(Mary Gerstenberg)

 

Schülerbericht 2016

 

Am Donnerstag, dem 30. Juni 2016, ging für vier Schülerinnen der 10. Klasse im Rahmen eines Schüleraustausches die Reise nach Argentinien los. Insgesamt verbrachten wir 2 Monate in Buenos Aires, der Hauptstadt des Landes. Dort wohnten wir in den Familien unserer Austauschschüler, die uns ein halbes Jahr zuvor schon in Deutschland besucht hatten. Wir besuchten dort die Deutsche Schule „Instituto Ballester“ wo zur selben Zeit ungefähr 35 Austauschschüler aus ganz Deutschland zur Schule gingen. Direkt in unserer ersten Woche war der Unabhängigkeitstag von Argentinien, der „Nueve de Julio“ (9. Juli), was für uns alle ein eindrückliches Ereignis war. Im Anschluss daran hatten alle 3 Wochen Winterferien. Für die Ferien hat sich jede Familie etwas Besonderes für ihren Deutschen Gast ausgedacht: Einige besuchten das Argentinische Meer, manche verreisten nach Uruguay, andere flogen in den Norden zu den Anden und wieder andere gingen in den Süden zum Schnee. Jeder durfte etwas ganz besonderes mit seiner Gastfamilie erleben. Nach diesen drei Wochen fing für unsere Austauschschüler das zweite Trimester an, aber wir waren mit unserer argentinischen Entdeckungsreise noch nicht fertig. Für die erste Woche nach den Winterferien stand eine Reise zu den „Cataratas del Iguazu“ für alle deutschen Austauschschüler an. Dort durften wir die wahrscheinlich schönste Seite Argentiniens kennenlernen. Und schon beim ersten Blick auf dieses atemberaubende Naturschauspiel konnten alle verstehen warum die Wasserfälle eines der „7 Weltwunder der Natur“ sind. Außerdem konnten wir dort die anderen deutschen Austauschschüler kennen lernen und fanden mit ihnen neue Freunde. Nach diesem eindrücklichen Erlebnis fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zu unseren Austauschschülern, die schon auf uns warteten. Unsere letzten drei Wochen besuchten wir wieder die Schule, die ganz anders war, als wir es von Deutschland kannten. Jeder Schultag ging von 8:00 bis 16:00 Uhr und in dieser Zeit darf man, auch in der Mittagspause, das Schulgelände nicht verlassen. An den Wochenenden durften wir viel von der Hauptstadt selbst sehen wie zum Beispiel das „Theatro Colón“, den „Río de la Plata“, viele verschiedene Shoppingcenter und noch vieles mehr. Nach insgesamt 8 Wochen war unsere Zeit in Argentinien auch schon wieder vorbei. Schon am Tag vor unserem Flug hatten wir uns schweren Herzens von unseren neuen Freunden aus Argentinien und Deutschland verabschiedet. Am Flughafen war der Abschied für alle beteiligten sehr schwer, denn nicht nur unsere Austauschschüler, sondern auch ihre Familien sind ein Stück weit zu unserer geworden. Nach vielen Umarmungen und noch viel mehr Tränen traten wir unsere 13-stündige Heimreise an.

 Obwohl der Abschied keinem leicht fiel war allen klar: Das war kein „Adiós“, es war ein „Hasta pronto“!

(Lea Moosmaier)